Staatsstraße 2036 - Unser Einsatz für einen bedarfsgerechten Umbau

In dem weiter geführten Planfeststellungsverfahren zur Staatsstraße 2036 zwischen Heretsried und Holzhausen haben wir uns zu Wort gemeldet.

Unser Ziele:

Erhalt der Bestandsstrecke und Verzicht auf aufwendige Änderungen durch eine neue Linienführung mit massiven Erdbewegungen.

Punktuelle verkehrsrechtliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wie: Geschwindigkeitsbeschränkungen Überholverbot

Unseren Einwendungen und Argumente:

  • der „Leitfaden für Umwelt ressourcenschonende Planen und Bauen“ ist in den sich bietenden Ermessensspielräumen für alternative Lösungen nicht hinreichend genutzt: so können Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbot geprüft werden. Der Grundsatz der Richtlinie, „kann ein unsteter Streckenzug auf absehbare Zeit nicht in optimaler Malen Standard ausgebaut werden, ist ein Bestands nach Umbau mit reduziertem, dafür aber einheitlichem Ausbaustand für die Verkehrsteilnehmer sinnvoller“ wurde nicht eingehalten.

  • Abweichungen von Kurvenradien sind grundsätzlich möglich auch sinnvoll, da ein wesentlich geringerer Umbauaufwand damit einhergeht.

  • die für die geplante Streckenführung notwendigen Erdbewegungen sind massiv: der geplante Neubau unterhalb vom Peterhof fügt sich nicht in die Landschaft ein. Es wird ein „Riegel“ erstellt, der wiederum weitere Ausbauten notwendig macht, wie zum Beispiel ein Wilddurchlass.

  • die jetzige Planung erweckt den Eindruck, dass hiermit nur eine Vorbereitungshandlung für die Anbindung des geplanten Abbaugebiets Ton/Sand getroffen werden.

  • die Planung ist nicht verhältnismäßig, da Ausgleichsflächen verlegt werden müssen, ein hoher Flächenverbrauch stattfindet.

  • Die Belange des Ausflugslokals Gaststätte Peterhof wurden nicht hinreichend berücksichtigt.

  • Die Belastungen der anliegenden Gemeinden Holzhausen, Lützelburg und Gablingen durch den Lkw Baustellen Verkehr, dem Umleitungsverkehr, und dem bleibenden „Schleichverkehr“ werden erheblich sein. Der Verkehr fließt am Ortsausgang von Gablingen Richtung Lützelburg an dem dort befindlichen Kindergarten vorbei. Hier bringen und holen Eltern ihre Kinder mit Fahrrädern, Laufrädern, und anderen Fahrzeugen. Dies kann es zu Konflikten mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen führen

Bei der Teilnahme am Anhörungstermin am 26.11.2025 konnten diese Argumente besprochen und erörtert werden. Die Planungsbehörden gaben zu vielen Punkten Auskunft und erläuterten ihre Positionen.

Auch wenn der Ortsverein aus formellen Gründen seine Position nicht weiter in einem Verfahren verfolgen kann, so sind die vorgebrachten Argumente und Bedenken eingebracht und können in der weiteren Planung berücksichtigt werden – sei es bei der Umleitungsplanung oder der konkreten zeitlichen Umsetzung des Vorhabens.

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Silke Haarmann OV Vorsitzende Dez 2025